Beatmungspflege in Hamm & NRW
Beatmungspflege zu Hause – sicher atmen, in vertrauter Umgebung
Von der Intensivstation nach Hause – geht das überhaupt?
Wochenlang Intensivstation: Monitore, Schläuche, Fachpersonal rund um die Uhr. Und dann sagt die Klinik, Ihr Angehöriger könne nach Hause. Viele Familien fühlen in diesem Moment beides zugleich – Erleichterung und Angst. Wie sollen wir das schaffen, mit einem Beatmungsgerät, ohne Ärzte im Nebenzimmer?
Die ehrliche Antwort: Sie müssen es nicht alleine schaffen. Bei der häuslichen Beatmungspflege ist immer eine Pflegefachkraft da, die das Gerät kennt, die Zeichen liest und ruhig bleibt – Tag und Nacht. Sie müssen keine Technik bedienen und keine Pflegekraft werden. Sie dürfen wieder Familie sein.
Die Klinik spricht schon von Entlassung?
So organisieren wir den Weg von der Klinik nach Hause →
Was ist Beatmungspflege?
Beatmungspflege ist die spezialisierte Versorgung von Menschen, die dauerhaft oder zeitweise auf ein Beatmungsgerät angewiesen sind – zu Hause statt in der Klinik. Speziell geschulte Pflegefachkräfte überwachen die Beatmung rund um die Uhr, versorgen die Atemwege und reagieren sofort, wenn sich etwas verändert. Die Betreuung erfolgt 1:1 und ist Teil unserer häuslichen Intensivpflege.
Man unterscheidet zwei Formen: Bei der invasiven Beatmung wird die Atemluft über ein Tracheostoma zugeführt – einen kleinen Zugang an der Luftröhre. Die nicht-invasive Beatmung erfolgt über eine Maske, oft nur nachts oder für einige Stunden am Tag. erbu versorgt beide Formen – bei Erwachsenen und bei Kindern, inklusive Tracheostoma- und Atemwegsmanagement.
Wie die gesamte außerklinische Intensivpflege ist die Beatmungspflege eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse (§ 37c SGB V). Bei ärztlicher Verordnung werden die Kosten in den meisten Fällen vollständig übernommen – mehr dazu im Abschnitt Kosten.
- Invasiv & nicht-invasiv
- 1:1 – rund um die Uhr
- Für Erwachsene und Kinder
Für wen wir da sind
Für wen ist Beatmungspflege zu Hause geeignet?
Wir versorgen Menschen in ganz unterschiedlichen Beatmungssituationen – dauerhaft oder zeitweise, rund um die Uhr oder nur nachts:
Invasive Langzeitbeatmung
Dauerhafte Beatmung über ein Tracheostoma – mit kontinuierlicher Überwachung durch eine Fachkraft, die immer im Raum ist.
Nicht-invasive Maskenbeatmung
Wenn das Gerät nur nachts oder stundenweise gebraucht wird – zum Beispiel bei COPD oder anderen Atemwegserkrankungen.
Bei neurologischen Erkrankungen
ALS, Muskelerkrankungen oder hohe Querschnittlähmung: Wir passen die Beatmungsversorgung an jeden Verlauf an.
Nach langem Aufenthalt auf der Intensivstation
Die Klinikzeit endet, die Beatmung bleibt: Wir machen die sichere Rückkehr nach Hause möglich.
Tracheostoma ohne Beatmungsgerät
Auch ohne Beatmung versorgen wir das Tracheostoma professionell – mit Kanülenwechsel, Sekretmanagement und Atemwegspflege.
Kinder mit Beatmungsbedarf
Auch die Kleinsten versorgen wir zu Hause – mit einem festen Team und besonderer Fürsorge für die ganze Familie.
Sie sind unsicher, welche Versorgung Ihr Angehöriger braucht?
Unsere Leistungen
Das umfasst unsere Beatmungspflege
Überwachung & Bedienung der Beatmungsgeräte
Unsere Fachkräfte kennen die gängigen Gerätetypen, überwachen die Beatmung nach ärztlicher Vorgabe und erkennen Veränderungen, bevor sie kritisch werden.
Tracheostoma-Versorgung & Kanülenwechsel
Fachgerechte Pflege des Tracheostomas, regelmäßiger Kanülenwechsel und sorgfältiger Hautschutz – hygienisch, schonend und routiniert.
Sekretmanagement & Absaugen
Freie Atemwege rund um die Uhr: professionelles Absaugen, Inhalation und Unterstützung beim Abhusten – damit das Atmen leicht bleibt.
Kontinuierliches Monitoring der Vitalwerte
Sauerstoffsättigung, Atemfrequenz, Herzfrequenz: Wir behalten die Werte ständig im Blick – nichts bleibt unbemerkt.
Zusammenarbeit mit Ärzten & Geräteversorgern
Wir stimmen die Versorgung mit den behandelnden Ärzten ab und koordinieren Wartung, Material und Nachschub direkt mit dem Medizintechnik-Partner.
Anleitung der Angehörigen
Wir erklären Ihnen so viel, wie Sie wissen möchten – ohne Druck, in Ihrem Tempo. Damit aus Unsicherheit Schritt für Schritt Vertrauen wird.
Sicherheit
Auf alles vorbereitet – damit Sie ruhig schlafen können
Erfahrenes, geschultes Fachpersonal
Unsere Pflegekräfte arbeiten täglich mit beatmeten Patienten und werden regelmäßig geschult – auch für den Ernstfall.
Individueller Notfallplan
Für jeden Patienten gibt es einen klaren Notfallplan: Jeder Handgriff ist definiert, jede Nummer hinterlegt, jeder Schritt geübt.
Ersatzmaterial direkt am Platz
Ersatzkanüle, Beatmungsbeutel, Absauggerät: Alles Wichtige liegt griffbereit am Versorgungsplatz – geprüft und einsatzbereit.
Rufbereitschaft rund um die Uhr
Tag und Nacht, am Wochenende und an Feiertagen: Sie erreichen immer jemanden, der Ihre Versorgung kennt – nicht eine anonyme Hotline.
Der Weg nach Hause
Von der Intensivstation nach Hause – in 5 Schritten
Sie machen nur den ersten Schritt – alles Weitere koordinieren wir mit Klinik, Krankenkasse und Geräteversorger.
Schritt 1
Kontakt aufnehmen
Anruf oder WhatsApp – im kostenfreien Erstgespräch klären wir Ihre Situation. Wenn die Zeit drängt, handeln wir sofort.
Schritt 2
Beratung direkt in der Klinik
Wir kommen auf die Station, sprechen mit Ihnen, den Ärzten und dem Sozialdienst – und verschaffen uns ein genaues Bild der Beatmungssituation.
Schritt 3
Genehmigung & Formalitäten
Verordnung, Anträge, Kommunikation mit der Krankenkasse: Wir sorgen dafür, dass die Kostenübernahme rechtzeitig zur Entlassung steht.
Schritt 4
Geräte & Hilfsmittel zu Hause
Beatmungsgerät, Absaugung, Pflegebett, Verbrauchsmaterial: Vor dem ersten Tag ist alles geliefert, geprüft und einsatzbereit.
Schritt 5
Versorgungsstart ohne Lücke
Am Tag der Entlassung übernimmt unser Team – die Versorgung geht nahtlos weiter, vom Klinikzimmer in die eigenen vier Wände
Sie möchten die Entlassung im Detail planen?
Zu Hause klingt das Leben anders als auf der Intensivstation.
Frühstücksgeräusche statt Alarmtöne. Besuch ohne Besuchszeiten. Nähe ohne Kittel. Dafür arbeiten wir – jeden Tag und jede Nacht.
Kosten & Finanzierung
Wer übernimmt die Kosten der Beatmungspflege?
Die kurze Antwort: Die Beatmungspflege zu Hause ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse (§ 37c SGB V). Bei ärztlicher Verordnung werden die Kosten in den meisten Fällen vollständig übernommen – auch das Beatmungsgerät und das Verbrauchsmaterial werden über die Kasse gestellt.
Die komplette Kommunikation mit der Krankenkasse übernehmen wir – von der Verordnung bis zur Genehmigung. erbu ist für alle Krankenkassen zugelassen, und Sie wissen jederzeit, wo Ihr Antrag steht.
- Leistung nach § 37c SGB V
- Geräte & Material über die Kasse
- Wir übernehmen alle Anträge
Häufige Fragen
Häufige Fragen zur Beatmungspflege zu Hause
Beatmung zu Hause wirft viele Fragen auf – das ist normal. Hier die wichtigsten Antworten. Alles Weitere klären wir gerne persönlich.
Was ist der Unterschied zwischen Intensivpflege und Beatmungspflege?
Die häusliche Intensivpflege ist der Oberbegriff: 1:1-Betreuung für alle Menschen, die kontinuierlich überwacht werden müssen – mit oder ohne Beatmung. Die Beatmungspflege ist die Spezialisierung darin: Sie kommt dazu, wenn ein Beatmungsgerät oder ein Tracheostoma versorgt werden muss. Mehr zur häuslichen Intensivpflege →
Was passiert bei einem Stromausfall oder einer Gerätestörung?
Dafür sind wir vorbereitet: Moderne Heimbeatmungsgeräte haben integrierte Akkus, zusätzlich liegen Beatmungsbeutel und Ersatzmaterial griffbereit am Versorgungsplatz. Die Pflegekraft vor Ort kennt den Notfallplan und weiß in jeder Situation, was zu tun ist – das wird regelmäßig trainiert.
Müssen wir als Angehörige absaugen oder das Gerät bedienen können?
Nein. Die Pflegefachkraft übernimmt die komplette Versorgung – Sie müssen nichts können und nichts übernehmen. Viele Angehörige möchten mit der Zeit trotzdem einzelne Handgriffe verstehen oder lernen: Dann leiten wir Sie gerne an – in Ihrem Tempo, ohne Verpflichtung.
Wer stellt das Beatmungsgerät, die Schläuche und das Verbrauchsmaterial?
Alles wird ärztlich verordnet und von der Krankenkasse über einen spezialisierten Geräteversorger gestellt – Sie kaufen nichts selbst. Wir koordinieren Lieferung, Wartung und Nachschub, damit immer alles vorhanden ist.
Wie schnell kann ein beatmeter Patient aus der Klinik nach Hause?
Oft schneller, als Familien erwarten. Sobald Genehmigung, Team und Ausstattung stehen, kann die Versorgung starten – wir arbeiten dabei parallel an allen Schritten und schaffen auch kurzfristige Entlassungstermine. So läuft der Übergang nach Hause ab →
Sprechen wir darüber, wie Beatmung zu Hause sicher gelingt.
Jede Beatmungsversorgung beginnt mit einem Gespräch – kostenfrei und unverbindlich. Schildern Sie uns Ihre Situation: Wir sagen Ihnen ehrlich, was möglich ist, wie der Weg nach Hause aussieht und worauf es dabei ankommt.
Auch kurzfristig – wenn die Entlassung aus der Klinik schon geplant ist.



